Hotelier.

Die Mitarbeit im elterlichen Kleinhotel war für Andreas als Kind war selbstverständlich. Seine Eltern haben mit guten Ideen und viel Einsatz als Pächter Geld verdient. Unternehmerisch denken hat er da gelernt.

Nach der Kochlehre, folgen die Arbeit als Koch und die Hotelfachschule in Lausanne. Mit Jobs im Service und in der Hotel-Administration sammelt er Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmenskulturen und arbeitet mit Gouvernanten, Portiers oder Servicemitarbeiter mit sehr unterschiedlichem kulturellem, sprachlichem und fachlichem Hintergrund.

Seit 1991 ist Andreas mit seiner Frau Claudia Landolt auf der Lenzerheide im Hotel Schweizerhof Gastgeber. Seit der Übernahme des Betriebs im Jahr 1994 wurden hauptsächlich mit eigenen Mitteln 45 Millionen in das Hotel investiert.

Claudia und Andreas Züllig

Arbeit Von Menschen FÜR Menschen.

Insgesamt sind bei Andreas und Claudia pro Jahr zwischen 10 und 15 Lehrlinge und Praktikanten tätig. Rund 30 Schnupperwochen werden angeboten. Das ist Kampf gegen den Fachkräftemangel: konkret, auf der Lenzerheide. Andreas ergänzt dieses Engagement auf nationaler Ebene. Er ist seit 2015 Präsident von hotelleriesuisse.

Im Winter beschäftigen Claudia und Andreas 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Sommer 95. So entstehen 34‘000 Logiernächte pro Jahr. „Jeder Mitarbeiter ist ein Gastgeber“ ist Andreas wichtigster Satz im Leitbild des Schweizerhofs.

Der Kann's Auch GRÜN.

Das Frühstück im Schweizerhof ist regional, in der Bar gibt’s nur Schweizer Drinks, Pizokel hat’s auf der Speisekarte. Riesen-Crevetten oder Salzwasserfische sind nicht zu haben. Als Gastgeber auf der Lenzerheide setzt Andreas Züllig konkret um, was in auch in Bern reizt: Regionalität stärken, den Tourismus aus eigenen Werten entwickeln.

Andreas Züllig hat als Präsident von hotelleriesuisse Graubünden 2014 mitinitiiert, dass 100 Bündner Hotels den CO2-Ausstoss markant reduzierten (Watt d’or Gewinner 2015). Weil sich das lohnt. Andreas will in Bern für eine ambitionierte Klimapolitik kämpfen. Für ein Klima, in dem es auch morgen noch natürlich schneit. Das erleichtert gutes Wirtschaften in den Bündner Bergen.